Das XIX. Sonett

Irgendwo wohnt das Gold in der verwöhnenden Bank
und mit Tausenden tut es vertraulich. Doch jener
Blinde, der Bettler, ist selbst dem kupfernen Zehner
wie ein verlorener Ort, wie das staubige Eck unterm Schrank.

In den Geschäften entlang ist das Geld wie zuhause
und verkleidet sich scheinbar in Seide, Nelken und Pelz.
Er, der Schweigende, steht in der Atempause
alles des wach oder schlafend atmenden Gelds.

O wie mag sie sich schließen bei Nacht, diese immer offene Hand.
Morgen holt sie das Schicksal wieder, und täglich
hält es sie hin: hell, elend, unendlich zerstörbar.

Dass doch einer, ein Schauender, endlich ihren langen Bestand
staunend begriffe und rühmte. Nur dem Aufsingenden säglich.
Nur dem Göttlichen hörbar.

 

XIX

Злато наш идол. Мы сами его вознесли.

Капище идола — банк. Где же обитель медяшки,

мелкой монеты? Ей самое место, бедняжке,

в чающем сердце слепца, словно под шкафом в пыли!

 

Деньги в любом магазине глядят свысока,

их и за важных персон могут принять ненароком.

Нищий молчит. Деньги смотрят невидящим оком:

долгая пауза — лишний резон для зевка.

 

Ночью хотела бы сжаться открытая миру ладонь,

днем она ловит судьбу, шаря в крохотной нише

жизни: светла и убога, к самораспаду близка.

 

Но с удивленной хвалою ангел из рук бедняка

примет вносимую лепту… Речь — там, где священный огонь.

Бог да услышит.