Das XII. Sonett

Wolle die Wandlung. O sei für die Flamme begeistert,
drin sich ein Ding dir entzieht, das mit Verwandlungen prunkt;
jener entwerfende Geist, welcher das Irdische meistert,
liebt in dem Schwung der Figur nichts wie den wendenden Punkt.

Was sich ins Bleiben verschließt, schon ists das Erstarrte;
wähnt es sich sicher im Schutz des unscheinbaren Grau’s?
Warte, ein Härtestes warnt aus der Ferne das Harte.
Wehe -: abwesender Hammer holt aus!

Wer sich als Quelle ergießt, den erkennt die Erkennung;
und sie fuhrt ihn entzückt durch das heiter Geschaffne,
das mit Anfang oft schließt und mit Ende beginnt.

Jeder glückliche Raum ist Kind oder Enkel von Trennung,
den sie staunend durchgehn. Und die verwandelte Daphne
will, seit sie lorbeern fühlt, dass du dich wandelst in Wind.

 

XII

Вещи сгорают в пламени, чтоб выступить в новой роли:

как им восстать из пепла, косностью дорожа?

Занят мятежный дух устройством земной юдоли,

алчущий новизны в линиях чертежа.

 

То, что отстало от времени, достойно исчезновенья.

Разве, сгущая серость, скроешься от невзгод?

Твердейшее губит твердое и грозные нижет звенья;

но помни: новый молот грядет!

 

Так полюби перемены! Но прежде познай излуки

той реки, чей путь в каждом творенье светел,

чье начало – отчаянье, чье устье снова река…

 

Место радостной встречи – дитя или внук разлуки;

и Дафне зеленоглазой уже славословит ветер,

и разве же ты – не ветер для лаврового листка?